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Dienstag, 09.03.2010
Verkehrspolizei baut Barrikaden aus Autos mit Fahrern
Moskau. Die Moskauer Verkehrspolizei hat auf der Ringautobahn Privatwagen benutzt, um eine bewaffnete Bande aufzuhalten. Die Autofahrer erfuhren erst hinterher, warum sie als „lebendiger Schild“ herhalten mussten.
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Der Zwischenfall ereignete sich laut dem Radiosender „Echo Moskaus“ bereits am 5. März. Die Verkehrspolizei hatte mehrere Autofahrer angewiesen, die Fahrbahn abzuriegeln. Wie sich hinterher herausstellte, sollten sie damit einem mit bewaffneten Männern besetzten PKW den Weg versperren.
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Der Wagen mit den Verbrechern rammte die Kolonne jedoch und brach durch. Dabei wurden mehrere PKW beschädigt. Die verblüfften „Polizeihelfer“ erfuhren dann, sie hätten keine Aussicht auf Schadensersatz, denn es wäre nicht gelungen, die Flüchtigen in Gewahrsam zu nehmen.
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Dagegen wollen die Betroffenen jetzt klagen. Es geht um Schadensersatz für die kaputten Autos und die Tatsache, dass die Polizei die Verkehrsteilnehmer einer nicht zumutbaren Gefahr ausgesetzt hat.
Einen ähnlichen Fall hatte es 2008 in Weißrussland gegeben. Verkehrspolizisten hatten eine Fernstraße durch Privatwagen absperren lassen, um einen betrunkenen Autofahrer aufzuhalten. Der hatte die Abriegelung durchbrochen, wobei PKW beschädigt und mehrere Menschen verletzt worden.
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Ein Gericht hatte später die Entlassung der Verkehrspolizisten und ihre Verurteilung zu zwei Jahren Haft auf Bewährung erwirkt. Die in Mitleidenschaft gezogenen Autofahrer bekamen insgesamt 22 Millionen weißrussische Rubel (etwa 5.500 Euro) Schmerzensgeld.
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