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Donnerstag, 09.09.2010

Verdacht auf zweite Bombe am Markt in Wladikawkas

Wladikawkas. Nach der Bombenexplosion vor einem Markt in Wladikawkas bestand der Verdacht, dass ein zweiter Sprengsatz explodieren könnte. Inzwischen dementierten die Behörden das Vorhandensein einer weiteren Bombe.

Bei Russland-Aktuell
• Terroranschlag: Zahl der Todesopfer auf 15 gestiegen (09.09.2010)
• Mindestens neun Tote bei Terroranschlag in Wladikawkas (09.09.2010)
Der zweite Sprengsatz soll eine geringer Stärke als die heute Vormittag vor dem Markt gezündete Autobombe gehabt haben, sagte ein Informant in Polizeikreisen Nordossetiens.

Später dementierten die Einsatzkräfte vor Ort diese Behauptung. Vor dem Markt sei nach dem Anschlag ein als gestohlen gemeldetes Auto aufgefunden worden, das deshalb genau auf das Vorhandensein einer Bombe geprüft wurde. Das Auto sei jedoch „sauber“ gewesen.

Der kaukasische Terror-Untergrund wendet oft die Taktik von Doppel-Anschlägen an: Wenn am Ort eines Terroraktes Sicherheitskräfte und Rettungsdienste eintreffen, sollen diese durch eine zweite Explosion getroffen werden.

Bei Russland-Aktuell
• Autobombe vor Cafe: 15 Verletzte in Pjatigorsk (17.08.2010)
• Bomben in Moskau und Kisljar von einer Terrorgruppe (01.04.2010)
• Zwölf Tote bei neuen Selbstmordanschlägen in Russland (31.03.2010)
• Sprengstoffexperten finden nicht detonierte Bombe (29.03.2010)
• Zweite Bombe am Bahngleis galt den Ermittlern (01.12.2009)
Nach dem Anschlag brach im Zentrum von Wladikawkas das Mobilfunknetz zusammen. Dies geschah vermutlich aufgrund des plötzlich um das Zehnfache ansteigenden Gesprächsaufkommens.

Der Polizist, der von der zweiten gefundenen Bombe gesprochen hatte, erklärte hingegen, die Behörden hätten nach dem Anschlag in dem betreffenden Gebiet den Mobilfunk blockiert – um die übliche Methode der Fernzündung außer Gefecht zu setzen. Außerdem seien die umliegenden Straßen evakuiert worden.

Nach einer beim nordossetischen Bildungsministerium eingegangenen Bombendrohung wurden heute auch alle Schulen und Kindergärten in Wladikawkas geräumt. Ein Unbekannter hatte erklärt, in einer Schule liege eine Bombe. Gefunden wurde aber bislang nichts.

Nach den letzten Daten wurden bei der Explosion 15 Menschen getötet und 83 verletzt.





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