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Mittwoch, 22.02.2012

Milliardär Deripaska bekommt Probleme auf dem Balkan

Moskau/Podgorica. Die Regierung von Montenegro will die Anteile des russischen Milliardärs Oleg Deripaska an der Alufabrik Aluminijuma Podgorica für einen Euro kaufen. Sollte sich Deripaska weigern, droht ihm eine Explosion der Strompreise.

Die Regierung in Podgorica hat bereits angekündigt, den Stromvertrag mit Deripaskas Holding En+ nicht mehr zu verlängern. Der Vertrag, der Aluminijuma Podgorica (KAP) Strom zu überaus günstigen Konditionen zusichert, läuft im März aus.

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Oleg Deripaska hatte 2005 die Mehrheit an der Fabrik erworben. Während der Krise musste er seinen Anteil auf 29,3 Prozent herunterschrauben. "Wir sind bereit, unseren Anteil zu verkaufen, aber nur dann wenn die Regierung von Montenegro einen fairen Preis bietet, d.h. die Kosten, die En+ in KAP investiert hat, ersetzt", erklärte ein Sprecher der Holding.

Die Investitionen bezifferte er auf 200 Mio. Euro. Soviel will die Regierung allerdings nich zahlen, immerhin ist der Betrieb hoch verschuldet. 200 Mio. Euro hat KAP an Außenständen, allerdings sind 86 Mio. Euro davon Schulden gegenüber En+.

Nach Meinung der Analysten sitzt die Regierung Montenegros bei den Verkaufsverhandlungen am längeren Hebel. Der Strompreis ist entscheidend für die Rentabilität der Fabrik. Sollte Deripaska Marktpreise zahlen müssen, wäre KAP nur noch ein weiterer Kostenfaktor im ohnehin verschuldeten Deripaska-Imperium.





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