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Freitag, 30.07.2010

Brandkatastrophen in Russland: Armee eilt zu Hilfe

Moskau. Angesichts der verheerenden Waldbrände, die weiter auf Dörfer übergreifen und sich bereits größeren Städten nähern, wirft Russland Armeekräfte an die Feuerfront. Bisher sind 22 Menschen in den Flammen umgekommen.

Premierminister Wladimir Putin weilt im Gebiet Nishni Nowgorod, um sich ein Bild von der Lage zu machen. Dort sind bereits mehrere Dörfer vollends abgebrannt, tausende Menschen sind obdachlos (Russland-Aktuell berichtete).

Bei Russland-Aktuell
• Waldbrände: Sümpfe sollen wieder geflutet werden (30.07.2010)
• Hitzerekorde in Moskau: Flügellahm und weichgekocht (28.07.2010)
• Sechs Tote bei Unwetter: Trauriges Ende der Sommerhitze (30.07.2010)
• Feuersturm vernichtet Dorf – Putin muss löschen (30.07.2010)
• Viele Ikonen und Kunst bei Großbrand zerstört (15.07.2010)
Putin bat in einem Telefongespräch mit Präsident Dmitri Medwedew, das vom russischen Fernsehen übertragen wurde, um den Einsatz von Armeekräften, um die Brände einzudämmen. Medwedew sagte die Hilfe zu.

Laut Katastrophenschutzminister Sergej Schoigu sind bereits mehr als 2.000 Menschen obdachlos, weil ihre Häuser abgebrannt sind. In Nischni Nowgorod wird derweil im Internet über die Situation diskutiert. Die Situation sei schon vor Tagen kritisch gewesen, aber die Verantwortlichen hätten nicht rechtzeitig reagiert, heißt es dort unter anderem.

Derweil rücken die Brände immer näher an die russische Hauptstadt heran. In mehreren Kreisen im Moskauer Gebiet wurde der Notstand ausgerufen. Unter anderem gilt ein strenges Verbot, die Wälder zu betreten. Boris Gromow, der Gouverneur des Moskauer Gebiets, berät zurzeit über die Möglichkeit, Löschzüge der Eisenbahn einzusetzen

Bei den durch die anomale Sommerhitze ausgelösten Bränden in den Gebieten von Nischni Nowgorod, Woronesch und Moskau sind schon 21 Menschen ums Leben gekommen, berichtet ITAR-TASS unter Bezug auf das Katastrophenschutz- ministerium.





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